Brennholz in die Wohnung – Ungeziefer

Schädlinge die mit dem Brennholz in die Wohnung kommen

Ist Ihnen das auch schon einmal passiert? Im ordentlich aufgestapelten Brennholz neben dem Kaminofen krabbeln immer wieder Insekten und Käfer umher. Diese sind vermutlich mit dem Brennholz in die Wohnung gebracht worden. Doch was ist mit den Holzmöbeln, die in der Wohnung stehen? Sind sie durch die eingeschleppten Schädlinge eventuell gefährdet?

Wo kommen sie her?

firewood-350400_640Grundsätzlich können sich Schädlinge sowohl vor als auch nach der Verarbeitung in das Holz einnisten. Diese findet für gewöhnlich außerhalb der so genannten Saftzeit statt. Diese ist zwischen März und Oktober gelegen. Außerhalb der Saftzeit ist das Holz relativ trocken. Daher ist eher unwahrscheinlich, dass gut verarbeitete Möbel von eingeschleppten Insekten geschädigt werden können. Diese bevorzugen nämlich feuchtes, wenn möglich frisches Holz zum Einnisten.

Leider werden nicht alle Bäume, die zur Brennholzherstellung verwendet werden, außerhalb der Saftzeit geschlagen. Auch kann es vorkommen, dass sogar geschädigte Bäume ihren Weg in das Brennholzlager finden. Bei diesen Bäumen ist es so, dass die Schädlinge auch außerhalb der Saftzeit in den Stämmen verbleiben, sodass sie auch in verarbeitetem Stadium noch im Holz verblieben sein können. Jedoch sind sie im Vorwege bereits zuständig für den schlechten Zustand der Bäume.

Auch nach der Ernte können Baumstämme immer noch von Schädlingen befallen werden. Dazu kann es kommen, wenn das Holz bis zur Weiterverarbeitung in der Nähe des Waldes gelagert wird. Dort ist es feucht und die Schädlinge des Waldes können auf die geernteten Stämme übersiedeln. Daher ist es wichtig, die Stämme schnellstmöglich zu trocknen und sie so trocken wie möglich zu lagern.

Trockene Lagerung des Brennholzes

Je trockner das Brennholz zu Hause gelagert werden kann, desto unwahrscheinlicher ist ein möglicher Schädlingsbefall. Somit kann ein andauernder Befall von Frischholzschädlingen ausgeschlossen werden. Leider trifft dies nicht auf Trockenholzschädlinge zu. Diese Nagekäfer setzen dem getrockneten Holz stark zu. Diese „vergreifen“ sich leider auch an Holzmöbeln.

Grundsätzlich handelt es sich bei den Schädlingen um die Larven der entsprechenden Käferart. Dass bedeutet, dass sich diese nicht mehr fortpflanzen, sondern „lediglich“ aus dem Brennholz schlüpfen. Hierzu gehören die Prachtkäfer sowie die meisten Arten der Bockkäfer. Diese können einfach nach draußen entlassen werden, damit sie dort leben können.

Anders ist es hingegen mit dem Hausbock. Er ist ein Frischholzkäfer und wird daher in der heutigen Zeit nur in äußerst seltenen Fällen eingeschleppt. Jedoch ist bei älteren Häusern sehr genau darauf zu achten, ob Spuren des Holzbocks am Holz auftreten. Daher sollte Holz aus älteren Häusern nur dann als Brennholz verwendet werden, wenn es definitiv Holzbock-frei ist. Anderenfalls schleppt man sich den Schädling selber ein.